Resilienz schafft gute Führung

Resilienz schafft gute Führung

Resilienz schafft gute Führung 1024 683 Claus Verfürth

Die heutige (Arbeits-)Welt wandelt sich rasant. Angetrieben durch Digitalisierung, veränderte Kundenbedürfnisse und daraus resultierend neue Aufgaben, die andere und vielfach neue Kompetenzen erfordern, stellen Unternehmen, Führungskräfte und Beschäftigte vor große Herausforderungen. Dazu kommt die Corona-Krise, die eine schnelle, angepasste Arbeitsweise seitens der Unternehmen fordert. Resultierend daraus fühlen sich gerade Arbeitnehmer auf vielen Ebenen verunsichert: Ist mein Arbeitsplatz sicher? Wie verändert sich die Arbeitsweise im Unternehmen?  Kann ich von meiner Führungskraft genug Rückhalt erwarten? Hier liegt es an den Topmanagern, ihre Mitarbeiter abzuholen, Ängste zu nehmen und Chancen aufzuzeigen

Doch wie schaffen sie es, selbst nicht im negativen Strudel zu versinken und mit kriselnden Phasen umzugehen? Resilienz bzw. Resilienzfähigkeit ist eine wichtige Kompetenz, um selbst gut und gesund mit unsicheren Zeiten, Rückschlägen und schwierigen Entscheidungen umzugehen, aber auch als (Top-) Führungskraft Beschäftigte durch eine Transformation zu führen.

Resilienz ist eine wichtige Fähigkeit, um mit herausfordernden Situationen umzugehen.

Was bedeutet Resilienz?

Grundsätzlich beschreibt Resilienz die Fähigkeit, Stress – aus mentalen oder emotionalen Gründen – zu überwinden und eine positive Grundstimmung beizubehalten. Resilienz fördert die eigene Robustheit und Widerstandfähigkeit gegenüber kriselnden Situationen. Dies führt dazu, dass Topmanager Stresssituationen besser einschätzen und verarbeiten können. Dafür ist ein hohes Maß an Flexibilität gefragt, sowohl geistig als auch emotional.

Resilienz lässt sich als ein Kreislauf betrachten: Sie befinden sich in einer herausfordernden Situation, überwinden diese und steigern damit Ihre Resilienzfähigkeit weiter. Sie erleben die Überwindung der Herausforderung als Erfolg.  Diese Erfahrung wirkt sich häufig auch in einer Steigerung der Arbeitsleistung aus und bietet eine ideale Ausgangslage für Führungskräfte, um ihr Team abzuholen.

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Wie Topmanager Unsicherheiten im Team entgegenwirken können

Wie bereits angesprochen, befindet sich unsere Arbeitswelt in einem Wandel. Brandaktuell sorgt die Corona-Pandemie für Verunsicherung bei den Arbeitnehmern. Wo zuvor bereits die VUCA-Welt einige Änderungen angestoßen hat, scheint die Pandemie diese noch zu beschleunigen. Hier liegt es an den Vorgesetzten, dass den Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt wird. Sollte dies in dieser Form nicht möglich sein, muss in jedem Fall offen und transparent mit der Unsicherheit umgegangen werden. Das kann nur gelingen, wenn das Topmanagement selbst einen kühlen Kopf bewahrt.

Gerade in Krisensituationen haben Führungskräfte eine besondere Vorbild-Funktion. Beschäftigte erwarten zurecht Orientierung und im Wortsinn Führung.  Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist eine Kombination aus Krisenfestigkeit, ein offenes Ohr sowie Feingefühl notwendig.

Gelingt es Führungskräften durch das eigene Vorbild, auch ihre Teammitglieder in deren Resilienz zu stärken, kann das nicht nur die interne Arbeitsleistung positiv beeinflussen, sondern wirkt sich auch langfristig auf die Kundenzufriedenheit aus. Denn wenn die Mitarbeiter selbst resilient agieren und wissen, dass sie eine starke Führungskraft hinter sich stehen haben, können sie selbstbewusst gegenüber Kunden auftreten und sich mit den spezifischen Bedürfnissen befassen.

Das Gute ist: Resilienz können Sie trainieren.

Wie können Führungskräfte ihre Resilienz steigern?

Das Gute vorweg: Bei Resilienz handelt es sich nicht um eine rein angeborene Fähigkeit. Resilienz können Sie trainieren. Bei einer Analyse Ihrer Stressoren, können beispielsweise Tests unterstützen, in deren Rahmen Sie Ihr persönliches Profil samt Maßnahmen erstellen können. Was valide Resilienz-Tests ausmacht (und welche Sie vermeiden sollten), können Sie hier nachlesen.

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Fazit: Resilienz stärkt die Führungskraft und das Team

Vielfältige Faktoren erzeugen in verschiedenen beruflichen Phasen das Gefühl von Stress und Überforderung, die es zu bewältigen gilt. Auch Top-Führungskräfte sehen sich mit einem veränderten Rollenverständnis konfrontiert. Es ist weniger der einsame Wolf als vielmehr der Team-Player gefragt, der seine Mitarbeitermotiviert, Offenheit für Veränderung schafft, dem Team dem Rücken freihält und eine Orientierung in schwierigen Zeiten gewährleistet. Resilienz hilft nicht nur, um einen Vorteil gegenüber anderen Managern zu haben, sondern wirkt sich auf das gesamte Unternehmen positiv aus. Ein resilientes Team kann stressige Phasen besser überwinden und sich für Herausforderungen wappnen – sei es für Umstrukturierungen im Unternehmen oder anspruchsvolle Kundenprojekte.

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Claus Verfürth

Claus Verfürth

Claus Verfürth ist Managing Director und Partner bei The Boardroom, dem von Rundstedt Beratungsbereich für Top-Manager.

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